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Aktuelles

Es ist die Beschaffenheit deiner Gedanken, die über das Glück deines Lebens entscheidet.

Aktuelles

Praxis Psychotherapie (HPG)

Guido Vetter

Psychotherapeut (HPG)
Yoga-Therapeut
Achtsamkeits-Therapeut

99974 Mühlhausen
Johannisstraße 40 / Bonatstraße 46

Telefon: 0152 2756 3821   +   0360 1408 6199
E-Mail:  info@yoga-mühlhausen.de

Bei uns gilt ab sofort die 2G Regel !!!

Angebote / Schwerpunkte:

  • Paartherapie / Paarberatung 
  • lösungsorientierte Psychotherapie
  • achtsamkeitsbasierte Therapie & Meditation
  • psychoonkologische Begleitung für Tumorpatienten
  • Bewegungstherapien (z.B. Yoga für Tumorpatienten)

Diese Therapien werden ohne ärztliche Verordnung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für Privatversicherte besteht die Möglichkeit der Erstattung, wenn Heilpraktiker in den Versicherungsleistungen enthalten sind. Auch die gesetzlichen Krankenkassen bieten entsprechende Zusatzversicherungen an.
Als Selbstzahler haben Sie jedoch mehrere Vorteile:
– Es gibt keine Wartezeiten sondern kurzfristige Termine und es bedarf keiner Überweisung.
– Sie bestimmen von Termin zu Termin, ob und wann Sie fortsetzen.
– Die Behandlung richtet sich ausschließlich nach ihren Bedürfnissen ohne Vorgaben des Leistungsträgers.
– Es braucht nicht zwingend eine Diagnose-Stellung und die Dokumentation erscheint nicht in ihrer Patientenakte.
– Berichte werden ohne ihre Zustimmung an niemanden weitergegeben. Es gilt eine gesetzliche und ethische Schweigeverpflichtung.
– Es wird keine Therapieform vorgeschrieben. Wir können nach Bedarf und Aufgabenstellung die jeweils passende Therapie-Methode auswählen oder auch Verfahren kombinieren, ohne an einen Leistungskatalog gebunden zu sein.

 

Paarberatung – Paartherapie

Paarberatung zeigt in erster Linie Wege auf, wie Sie ihre Partnerschaft bereichern und in ihr glücklicher werden, indem Sie buddhistische Lehren sowie lösungsorientierte Denkweisen in den Alltag integrieren.
Möglicherweise aber beantworteten sich auch die Fragen: Soll ich bleiben? Soll ich gehen?

Wer oder was hält uns denn davon ab, eine glückliche Beziehung zu leben?
Was bringt uns dazu, unsere Partner immer wieder zu wechseln und warum landen wir über kurz oder lang meist wieder in sehr sehr ähnlichen Schwierigkeiten?
Sowohl die buddhistische Psychologie als auch die lösungsorientierte Psychotherapie haben Antworten auf diese Fragen und empfehlen relativ einfach erlernbare Methoden, um notwendige Veränderung einzuleiten.
Vor allem aber bieten sie eine Reihe von Bausteinen, die essenziel für eine glückliche Partnerschaft sind:

  • Am Anfang steht Vertrauen! Ohne Vertrauen kann man seine Zweifel und Ängste nicht überwinden und somit entsteht keine Basis für eine wahre Verbindung zwischen zwei Menschen.
  • Gemeinsamkeit und Eigenständigkeit schließen sich in der Liebe nicht aus. Es ist leicht möglich zu lernen, Nähe zueinander zu entwickeln und gleichzeitig wieder zu sich selbst zu finden und zur Ruhe zu kommen.
  • Wir sollten die Liebe immer wieder neu entdecken, denn Trägheit und alte Gewohnheiten behindern die Wahrnehmung von Lebensfreude, erschaffen stattdessen Tunnelblicke und Vorurteile, machen es unmöglich unseren Partner immer wieder mit neuen Augen zu sehen und uns vielleicht aufs neue zu verlieben.
  • Wenn wir es schaffen in Balance zu bleiben, können wir aus Machtspielen aussteigen und lernen, gelassen mit Eifersucht und enttäuschten Erwartungen umzugehen.
  • Wenn wir Mitgefühl und Liebe bewusst nähren, können wir lernen, unserem Partner und uns selbst auch in schwierigen Situationen mit einer wertschätzenden und liebevollen Haltung zu begegnen. 

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass fast jedes Paar irgendwann in die Situation gerät, in welcher es die Beziehung infrage stellt und Korrekturen notwendig werden. Doch können wir manifestierte Denk-und Verhaltensmuster tatsächlich verändern? Gibt es realistische Chancen als Paar langfristig aufrichtig glücklich zu sein? Ganz sicher nicht, solange wir erwarten, dass der Andere uns glücklich machen und sich für uns dafür ändern soll !!! Doch sind wir bereit, unser Glück in die eigenen Hände zu nehmen, dann garantiert !!!
Mithilfe buddhistischer Lehre entwickeln wir ein offenes Herz, flexible Gedanken, Bereitschaft, geduldig zu sein, zu verzeihen, aufrichtig Verantwortung zu übernehmen und immer wieder aufeinander zuzugehen, auch wenn es manchmal schwerfällt. Es ist der Weg der Achtsamkeit, der es erst möglich macht, zu erkennen, was in uns und um uns herum geschieht und diese Erkenntnis ist Voraussetzung für bewusste Veränderung.
Die buddhistischen Lehren und lösungsorientiertes Denken haben auch mein Leben sehr positiv verändert, sodass ich Ihnen völlig authentisch zeigen möchte und kann, wie auch Sie in Ihrer Partnerschaft wieder Tiefe und Glück erlangen können.

Wonach suchst du? Nach Glück, Liebe, Seelenfrieden?
Suche nicht am anderen Ende der Welt danach, sonst wirst du enttäuscht, verbittert und verzweifelt zurückkehren.
Suche am anderen Ende deiner selbst danach, in der Tiefe deines Herzens!

Eifersucht

Nicht weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht,
sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig.

Eifersucht ist eine echte Herausforderung.
Fühlen auch Sie sich manchmal ungeliebt oder zweifeln Sie ständig an der Liebe Ihres Partners? Spionieren Sie ihm hinterher, kontrollieren Sie das Handy, stalken Sie ihren eigenen Partner?
Für eine eifersüchtige Person reicht der leiseste Verdacht, um eine riesige Welle von nicht kontrollierbaren Gedanken und Impulsen auszulösen, die dann vollen Besitz von der betroffenen Person ergreifen, denn

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

Wut, Verzweiflung, Frustration und vor allem Angst werden zu einem explosiven Gefühlscocktail. Jenseits aller Vernunft und klarem Denkens entlädt sich eine Flut von Vorwürfen, mit messerscharfen Worten wird auf den Partner eingestochen bis hin zu tätlichen Angriffen.
Es geschieht wie ein Anfall, dem man scheinbar machtlos ausgeliefert ist. Später jedoch, wenn der Anfall vorüber ist, entstehen Reue, Selbstvorwürfe oder Selbstmitleid. Kaum anders als bei anderen Süchten fühlt man sich einfach nur erbärmlich, ausgeliefert, hilflos.

Eifersucht zeugt nicht von Liebe, sondern von der Angst vor Verlust.

Eifersucht ist eine besonders heftige Form der Verlustangst. Sie entsteht aus einer fatalen Mischung aus Minderwertigkeitsgefühlen, Ego-Natur und Besitzansprüchen. Meist völlig zu unrecht fühlt man sich zu wenig beachtet, ungeliebt oder geringgeschätzt und gleichzeitig entwickelt man eine extreme Anhaftung an die scheinbar geliebte Person ohne die Erkenntnis, dass Liebe aber bedingungslos ist, was zu purer Verzweiflung führt.
Eifersucht wird üblicherweise sogar als Liebesbeweis angesehen. Doch in Wahrheit ist sie nichts anderes als Besitzanspruch, Macht-und Kontrollbedürfnis und vor allem Angst, die Angst vor dem Verlust des Partners.
Bemerkbar macht sich Eifersucht immer dann, wenn der Besitzanspruch infrage gestellt wird und sei es nur fiktiv in der eigenen Vorstellungswelt. Sofort steigt die Angst an, das zu verlieren, was man glaubt zu besitzen aber niemals besitzen kann.
Wahrscheinlich entspringt diese spezielle Angst aus eben dieser inneren Ambivalenz, aus dem Dilemma, besitzen zu wollen, was man nicht besitzen kann und der gleichzeitigen bewussten oder unbewussten Überzeugung nicht würdig genug zu sein, um zu besitzen, was man besitzen will. Das verzerrt die Wahrnehmung scheinbar so sehr, dass sich Eifersucht bis zum Wahn steigern kann.
Ein erfülltes, glückliches Leben ist so nicht möglich, denn der innere und äußere Frieden, die Zufriedenheit, sind nachhaltig gestört.

Hilfreich wäre es nun, Selbstliebe und Eigensinn zu entwickeln, um sich selbst, den Partner und die gesamte Umgebung von der Last der Eifersucht zu befreien.
Anhaftung und Ablehnung, Begehren und Widerstand, Haben wollen und nicht Haben wollen sind die Ursachen allen Leidens.
Dies äußert sich in Besitz-und Machtansprüchen, Ängsten und Sorgen, in Rechthaberei, Egoismus, Extremismus, Aggression und Gewalt. Eifersucht ist ein zu menschliches Phänomen, als das es etwas Besonderes wäre.
Dementsprechend kann man sich gut von Eifersucht befreien, wenn es tatsächlich eine Veränderungsmotivation gibt.

Wenn Sie mögen, rufen Sie mich einfach an!

0152 2756 3821

 

 

Krisen und Chancen

„Eines kann man sagen: So viel Wissen über unser Nichtwissen und über den Zwang, unter Unsicherheit handeln und leben zu müssen, gab es noch nie.“
Jürgen Habermas

Corona-Krise

In den letzten Wochen und Monaten bin ich einigen Menschen begegnet und habe von vielen gehört, die unter der Corona-Pandemie leiden, die eine solche besondere Situation als belastend erleben und Schwierigkeiten haben, sich so anzupassen, dass ihre Seele im Gleichgewicht bleibt.
Die Folgen daraus sind sehr unterschiedlich und reichen von ängstlich-depressiven Stimmungen über Existenzängste und massiven Stress bis zu gesteigerter Wut, Reizbarkeit und Aggression.

Aber in jeder Krise, ob persönlich oder gesellschaftlich, stecken Chancen.
Das Leben, das Universum, Gott, wie auch immer wir es nennen mögen, fordert uns dazu auf, die Aufgaben einer Krise zu erkennen und die Möglichkeiten und Chancen zur Weiterentwicklung zu nutzen.
Jedoch scheint das nicht immer so einfach zu sein, wie es sich denken und sagen lässt. Wir sollten Kongruenz zwischen Denken und Fühlen herstellen, denn nur dann können wir aufrichtig reden und authentisch handeln.
Diese Kongruenz ist aber unmöglich, wenn wir uns mit Zweifeln, Sorgen, Ängsten blockieren, wenn wir glauben, nur unsere Sicht der Dinge sei die einzig richtige, wenn wir an Gewohnheiten und Konventionen festhalten, wenn wir Veränderung ablehnen und uns von egozentrischen Bedürfnissen antreiben lassen.
Krisen sind Zeiten, um Eigenverantwortung zu übernehmen. Und das bedeutet auch in der Corona-Krise zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir unser Leben nur leben aber nicht sichern können.
Diese weltweite Krise offenbart vielen Menschen ihre sonst durch Gewohnheiten, Regeln, Strukturen, Konventionen, Gesetzen etc. verdeckten Ur-Ängste. Aber je größer die Krise desto größer ist auch das Potential an Wachstum.
Manche von uns haben die Begabung „aus der Not eine Tugend“ zu machen, sind flexibel und begegnen dem Unerwarteten oder Unangenehmen offen, authentisch und kreativ. Sie leiden nicht unter dieser Krise, sondern wachsen an ihr.
Andere Menschen haben andere Talente. Aber jeder hat die Möglichkeit, seine Ressourcen zu nutzen und solche Fähigkeiten zu erwerben, wenn er nur möchte.
Und genau dazu lade ich Sie herzlich ein und biete gern meine Hilfe an.
Wie würde es sich anfühlen, ein sorgenfreies Leben voller Zuversicht zu führen?
Vielleicht tauschen Sie einfach „mal mehr, mal weniger schlimm“ gegen „mal mehr und mal weniger glücklich“?
Vielleicht zeigt uns Corona, dass nichts selbstverständlich ist, dass wir nur im jetzigen Augenblick leben können und dass nur wir selbst dafür verantwortlich sind, wie wir diesen Augenblick gestalten, wahrnehmen oder interpretieren. Vielleicht erkennen wir den Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid und dass es sich lohnt, stets authentisch und flexibel zu bleiben.
Vielleicht ist es einfacher, als Sie glauben …..

Wenn Medikamente auch nicht wirklich helfen …

Ein Artikel von Stephan Schleim / 05. Juni 2021

Psychiatrie: Gebt das medizinische Modell endlich auf!

 

Psychische Störungsbilder werden weit überwiegend medikamentös behandelt, obwohl sie biomedizinisch gar nicht diagnostizierbar sind – zugleich werden immer mehr Fälle registriert

Nach Datenlage der Krankenversicherung KHH haben behandlungsbedürftige Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen allein im Jahr 2020 um rund 60 Prozent zugenommen, wie die ARD-tagesschau am 3. Juni berichtete. Schon zwischen 2009 und 2019 habe es hier einen Anstieg von 13 Prozent gegeben.

Bei anderen Störungsbildern sei die Zunahme in dieser Altersgruppe noch größer gewesen: Angststörungen plus 45 Prozent, Burnout plus 55 Prozent, Anpassungsstörungen plus 72 Prozent. Bei Depressionen sei zwischen 2009 und 2019 sogar ein Anstieg um 97 Prozent festgestellt worden, also beinahe eine Verdopplung. Experten seien sich einig, dass die Corona-Pandemie psychische Probleme verschärft habe. Dabei träten die Probleme nicht nur häufiger auf, sondern auch in immer früher im Leben der Betroffenen.

Alter Trend

Der Trend ist allerdings nicht neu: Im 2018 hatte die Barmer-Ersatzkasse ähnliche Zahlen über junge Erwachsene veröffentlicht. Die Entwicklung hält bereits seit den 1990ern an – und die Pharmaindustrie schlägt daraus Kapital. Bereits 1993 traf der US-Psychiater Peter D. Kramer mit seinem Buch über Antidepressiva, das auf Deutsch 1995 unter dem Titel „Glück auf Rezept“ erschien, einen Nerv. 1997 schrieb dann der irische Psychiater David Healy über die „Ära der Antidepressiva“ und zog damit den Zorn der Pharmaindustrie auf sich, die danach seine Karriere torpedierte. Healy ließ sich aber nicht beirren und veröffentlichte weiter kritische Artikel und Bücher.

1998 thematisierte der französische Soziologe Alain Ehrenberg in „Das erschöpfte Selbst: Depression und Gesellschaft in der Gegenwart“ den anhaltenden Anstieg von Depressionen. Meine inzwischen pensionierte Chefin Trudy Dehue schrieb 2008 ihren niederländischen Bestseller über die Depressions-Epidemie und erhielt dafür viele Auszeichnungen und Ehren, sowohl aus Wissenschaft als auch Gesellschaft.

2013 kritisierte dann der namhafte US-Psychiater Allen Francis die endlose Ausdehnung psychischer Störungen, das auf Deutsch im selben Jahr mit dem Titel „Normal: Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen“ erschien. Ihm war insbesondere die Pathologisierung natürlicher Trauer beim Verlust eines nahestehenden Menschen als „Depression“ ein Dorn im Auge. Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Das medizinische Modell

Und jetzt, im Jahr 2021, ist schon wieder von einem sprunghaften Anstieg der Diagnosen die Rede. Das vorherrschende Modell in der Psychiatrie, wie es etwa der langjährige Leipziger Klinikdirektor und Vorsitzender der Deutschen Depressions Hilfe, Ulrich Hegerl, unermüdlich vertritt, betrachtet dabei Depressionen und andere psychische Störungen als Erkrankungen im medizinischen Sinn. Als gebe es einen Krankheitserreger, den man vorzugsweise medikamentös behandeln müsse.

Unter dieser Prämisse lässt sich gar nicht begreifen, warum immer mehr und mehr und mehr Menschen psychologisch-psychiatrische Diagnosen bekommen. Der biomedizinische Ansatz geht nämlich davon aus, psychische Störungen seien Gehirnerkrankungen. Warum soll es aber immer mehr defekte „Schaltkreise“ in Gehirnen geben? Und warum lassen sich die nicht im Einzelfall nachweisen?

Zum Vergleich sei noch einmal an die Geschichte der Aufmerksamkeitsstörung ADHS erinnert: Früher sagte man schlicht, Kinder mit bestimmten Verhaltensauffälligkeiten hätten einen „Gehirnschaden“ (Minimal Brain Damage, MBD). In den 1950er- und 1960er Jahren zog dieser Ansatz immer mehr Kritik auf sich – und man machte daraus eine weniger gravierend klingende „Gehirnstörung“ (Minimal Brain Disorder, MBD). 1980 wurde dies dann zur Aufmerksamkeitstörung ADS beziehungsweise 1987 zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS umgetauft.

Bald darauf explodierte die Zahl der Medikamentenverschreibungen von Ritalin und anderen Stimulanzien. 2017 fanden führende Psychiater heraus, dass es im Prinzip keine strukturellen Gehirnunterschiede zwischen Menschen mit und ohne ADHS-Diagnose gibt.

Für die wissenschaftliche Veröffentlichung wurde der Befund aber genau umgedreht: Die minimalen statistischen Unterschiede zwischen beiden Gruppen würden endgültig beweisen, dass es sich bei ADHS um eine Gehirnstörung handle. So verlangt es das biomedizinische Paradigma. Komisch nur, dass sich ADHS – ebenso wie die vielen hundert anderen psychischen Störungen – nicht im Gehirn diagnostizieren lässt.

Ursachenlehre

Das medizinische Modell ist für medizinische Erkrankungen angemessen. Hierfür gibt es in der Regel eine körperliche Ursache beziehungsweise einen körperlichen Krankheitsherd. Mit dessen Beseitigung verschwinden dann auch die Krankheitssymptome. Bei einer bakteriellen Infektion verschreibt man beispielsweise Antibiotika. Oder eine – im Blutbild nachweisbare – körperliche Einschränkung der Insulinproduktion behebt man mit der künstlichen Zufuhr des Hormons zur Regulierung des Blutzuckerspiegels.

Nicht so aber bei psychischen Störungen. Als einflussreiche US-Psychiater die dritte Auflage ihres Diagnosehandbuchs DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) von 1980 vorbereiteten, wollten sie es auf ein wissenschaftliches Fundament stellen. Die erste Fassung war in den 1950er-Jahren auf Grundlage von Prozeduren entstanden, mit denen im Zweiten Weltkrieg die Wehrtüchtigkeit von Soldaten beurteilt worden war. Damals war die Psychiatrie noch stark von Sigmund Freuds Lehre beeinflusst. Als Ursachen der Störungen galten im Wesentlichen Eltern-Kind-Konflikte.

Das fand die neue Generation der Psychiater in den 1970er-Jahren aber immer weniger überzeugend. Deshalb wurde die Ursachenlehre im DSM-III entfernt, beziehungsweise erst in einen Anhang verschoben, weil es natürlich auch Widerstand von anderen Psychiatern gab.

Bis heute hat sich daran nichts geändert. Auch das DSM-5 von 2013, das im Lichte der Neurowissenschaften überarbeitet werden sollte, kennt allenfalls Risikofaktoren, keine Ursachen. Seit der Auflage von 1980 geht es um reine Symptombeschreibungen: abweichende Gefühls-, Denk- und Verhaltensmuster, die meist mit subjektivem Leiden oder Einschränkungen im Alltag einhergehen. Hält ein Psychotherapeut oder Psychiater diese für „klinisch signifikant“, dann kann eine Diagnose erfolgen. Hausärzte diagnostizieren mitunter auch solche Störungen, sind dafür in der Regel aber nicht speziell ausgebildet.

Inzwischen sollte klar sein, dass wir es hier mit gesellschaftlichen und statistischen Normen zu tun haben. Bei Depressionen dreht sich, wie bereits gesagt, viel um die Frage, was normale Trauer von einer klinischen Depression unterscheidet. Laut DSM-5 sollen die Experten dabei berücksichtigen, was „kulturell angemessen“ ist. Aha.

Kulturgeschichte der Störungen

Kulturelle Ansichten ändern sich aber. Im 19. Jahrhundert war zum Beispiel die Diagnose Neurasthenie (Nervenschwäche) verbreitet und galt als Zivilisationskrankheit. Entspricht das dem heutigen Burnout? Wobei die einschlägigen Diagnosehandbücher Burnout – bisher – nicht als gültige Kategorie ansehen. Dennoch führt es seit den 1970er-Jahren ein Eigenleben und ist in aller Munde. Das haben wir gerade wieder beim Bericht der KHH gesehen. Scheinbar haben heute schon Kinder und Jugendliche solche Probleme.

Im frühen 20. Jahrhundert war die Hysterie noch eine häufige Diagnose, vor allem bei jungen, alleinstehenden Frauen. Inzwischen ist sie gänzlich verschwunden. Anorexia nervosa, zu Deutsch Magersucht, hat hier allerdings ihre Wurzeln. In den 1970er und 1980er-Jahren wurden häufig multiple Persönlichkeiten diagnostiziert. Heute spricht man von der dissoziativen Identitätsstörung und die Diagnose wird viel seltener gestellt.

Störungsbilder kommen und gehen

Bis in die 1970er-Jahre sah man auch Homosexualität als behandlungsbedürftige psychische Störung an, in manchen Ländern bis heute. Schließlich musste man einräumen, dass Lesben und Schwule nicht unter ihrer sexuellen Orientierung litten, sondern unter sozialer Ausgrenzung. Aus diesem Lernprozess ging das heute etablierte Verständnis von psychischen Störungen einher.

Inzwischen ging die in den letzten Dekaden häufiger diagnostizierte Asperger-Störung in einem breiteren Autismus-Spektrum auf. Die genannten Aufmerksamkeitsstörungen wurden auch immer häufiger festgestellt. Bis zu zehn Prozent der Kinder und nun auch der Erwachsenen sollen davon betroffen sein. Einen objektiven Test gibt es hierfür nicht. Die häufig verschriebenen Stimulanzien wirken auch auf die Motivation.

Trans- und Intersexualität sind vielleicht die nächsten Kategorien, die man aus den psychiatrischen Diagnosehandbüchern streicht. Immer mehr Experten plädieren auch dafür, die schlimme Diagnose Schizophrenie durch Psychose-Risiko-Störung zu ersetzen. Im Gegenzug erwarten manche Fachleute, dass Einsamkeit bald als psychische Störung aufgefasst wird. Wo man auch hinschaut: Kriterien und Diagnosen verändern sich.

Störungsbild vs. subjektives Leiden

Es ist wichtig, aus diesen Überlegungen nicht die falschen Schlussfolgerungen zu ziehen: Auch wenn die Diagnosekategorien von Experten beschlossen werden und kulturell vermittelt sind, wird damit nicht das psychische Leiden an sich in Zweifel gezogen. Man sollte hierbei auch berücksichtigen, dass die Psychiatrie nicht viel älter als 200 Jahre ist. Früher wurde psychisches Leiden anders gedeutet und gingen Menschen anders damit um.

Dabei ist das biologische Denken nicht ganz neu: Schon Wilhelm Griesinger (1817-1868) formulierte vor über 170 Jahren eine Gehirntheorie psychischer Störungen. Ähnliche Gedanken lassen sich sogar bis in die Antike zurückverfolgen, nämlich zu Hippokrates‘ Säftelehre (Humoralpathologie).

Im DSM unterscheidet man hunderte von Störungen. Dass sich keine einzige davon biomedizinisch diagnostizieren lässt, sollte den Psychiatern eigentlich zu denken geben. Doch wie wir gesehen haben, deutet man Befunde im Sinne des herrschenden Paradigmas um. So immunisiert man sich gegen anderslautende Daten und stabilisiert den eigenen Ansatz, an dem Karrieren hängen – und sehr viel Geld.

Körper, Psyche und Gesellschaft

Die bereits erwähnte Stiftung Depressionshilfe betreibt Lobby-Arbeit für das biologische Denken in der Psychiatrie. Dabei sind gerade bei Depressionen psychosoziale Einflüsse um ein Vielfaches stärker. Das wurde auch wissenschaftlich immer wieder bestätigt und hier 2017 bereits im Artikel „Was sind Ursachen von Depressionen?“ ausgeführt.

Wären Antidepressiva die Glückspillen, als die man sie jahrzehntelang bewarb, würden die Probleme auch nicht immer weiter zunehmen. Natürlich spielen Biologie, Gene und Gehirn eine Rolle. Wir sind eben Körperwesen. Auch das Schreiben beziehungsweise Lesen dieses Artikels wird erst durch ein funktionierendes Nervensystem ermöglicht. Das macht die Unterscheidung zwischen normalen und abnormalen Zuständen aber nicht biologisch. Diese wird immer von Menschen getroffen. Es geht um Normen.

Vereinzelt gibt es körperlich identifizierbare Probleme, die mit psychischen Problemen einhergehen, beispielsweise eine Entzündung im Gehirn oder eine hormonelle Erkrankung. Der Freiburger Neuropsychiater Ludger Tebartz van Elst berichtete mir in einem Interview im Juli 2020 von der Grundlagenforschung auf diesem Gebiet. Er räumte aber auch ein, dass hinter dem starken Fokus auf biologische Methoden oft Karriereinteressen stehen.

Das Nachsehen haben Patientinnen und Patienten, die warten, dass Gen- und Mäuseforscher in weltfremden Experimenten die neuronalen Mechanismen psychischer Störungen finden, die es gar nicht gibt. Beliebt sind auch Spaßexperimente, die sich zwar gut im Lebenslauf machen, aber eigentlich gar nichts mit Psychiatrie zu tun haben.

Der richtige Ansatz ist das biopsychosoziale Modell, das Körper, Psyche und Gesellschaft einbezieht. Dazu passen die drei Säulen der praktischen Psychiatrie: Biologie, Psychotherapie und Sozialarbeit. Was heißt das nun für den jahre-, ja jahrzehntelangen Anstieg psychologisch-psychiatrischer Diagnosen?

Körper und Normen

Man muss erst einmal mit dem Vorurteil aufräumen, dass psychisches Leiden nur dann echt ist, wenn es sich biologisch nachweisen lässt. Auch wenn Sie sich mit Freunden verabreden oder jemand sagt, er möge Sie, fordern Sie hierfür keinen Beweis aus dem Hirnscanner. Es gäbe ihn auch gar nicht, weil unsere sozialen Normen eigenständig existieren und sich nicht auf die Biologie reduzieren lassen.

Der biomedizinische Ansatz beziehungsweise das medizinische Modell ist gerade nicht die Lösung dafür, dass psychisches Leiden weniger ernst genommen wird, sondern Ursache dieses Problems. Denn nur wenn man Menschen einbläut, es müsse biologische Entsprechungen für ihre Probleme geben, vermisst man sie. (Wer weiter ausholen will, möge bei Michel Foucault über Biomacht nachlesen.)

Aus jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung wissen wir, welche Faktoren das psychische Wohlbefinden beeinflussen: unter anderem schlimme Lebensereignisse wie Traumata oder Verluste, Teilhabe am Wohlstand, Zugang zu Gesundheitsversorgung, der Partnerschaftsstatus, das Geschlecht und Alter. Diese robusten Ergebnisse wurden vom biomedizinischen Ansatz nicht widerlegt, sondern nur verdrängt.

Inwieweit sich der Anstieg der Diagnosen auf Veränderungen im sozialen Gefüge zurückführen lässt, ist damit eine wissenschaftlich erforschbare Frage. Und zwar mit echten Menschen, nicht genetisch modifizierten Nagetieren, die noch nicht einmal ihre eigene Spezies repräsentieren. Dazu kommt natürlich, dass Menschen auch immer ausführlicher über psychische Störungen informiert werden und daher auch eher die Neigung dazu haben, ihre Probleme so zu deuten.

Spezialistentum

Daran haben nicht nur Psychiater, sondern auch klinische Psychologen und Coaches aller Couleur finanzielle Interessen. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass viele dieser Spezialisten anderen Menschen aufrichtig helfen wollen. Obwohl wir aber in vielen westeuropäischen Ländern im weltweiten Vergleich die meisten Psychologen und Psychiater pro Kopf haben, bekommen wir die Probleme einfach nicht in den Griff.

Wie viel mehr Kliniker sollen wir noch ausbilden? Auch unser Psychologisches Institut platzt aus allen Nähten. Ich muss inzwischen für bis zu 600 Studierende pro Kurs Vorlesungen halten. Egal, wie viele Spezialisten es aber gibt, es scheinen immer zu wenige zu sein.

Anstatt immer mehr Menschen zum Arzt oder Psychologen zu schicken, sollte man sie besser in die Lage versetzen, ihre Probleme selbst zu lösen. Mit Prävention ließe sich wahrscheinlich auch unvorstellbar viel erreichen. Wir könnten beispielsweise chronischen Stress verringern – stattdessen wird uns eingetrichtert, ihn möglichst intelligent zu managen. Dabei enthält der Standpunkt der heutigen Gesundheitspsychologie auch ein Körnchen Wahrheit: Wer chronischen Stress hat und dann auch noch denkt, wie schlimm das sei, den trifft es wahrscheinlich am härtesten.

Psyche und Corona

Dass so viel mehr Menschen durch die Corona-Pandemie psychische Probleme erfahren, hängt auch am Wegbrechen von Strukturen. Das geht immer mit Unsicherheit einher. Gerade dann, wenn man solche einschneidenden Veränderungen nicht gewohnt ist.

Das permanente Verbreiten von Angst (und Stress) trägt sein Übriges dazu bei: Man hätte den Menschen auch vermitteln können, dass ihre Körper bereits drei Abwehrlinien gegen Krankheiten haben – und Maßnahmen wie Mundschutz und Abstandhalten eine vierte, soziale Abwehrlinie errichten. Wer dennoch ernsthaft krank wird, für den steht eines der modernsten Gesundheitssysteme der Welt bereit: mit der fünften Abwehrlinie der Biomedizin.

Zudem bedingen körperliche und psychische Gesundheit einander, Stichwort: Psychoimmunologie. Den Placebo-Effekt beispielsweise durch Hoffnung sollte man nicht unterschätzen – er half der Menschheit schon lange vor Ankunft der modernen Medizin. Noch heute sehen wir, dass spirituelle und religiöse Menschen oft widerstandsfähiger sind. Das gilt leider aber auch mit umgekehrtem Vorzeichen: Permanente Verängstigung, Verunsicherung und Stress verschlechtern die Gesundheit (Nocebo-Effekt).

Die tagtägliche Leistung klinischer Psychologen oder Psychiater soll hier kein Bisschen geschmälert werden: Deren Arbeitsbereich ist gerade so herausfordernd, weil es eben nicht nur um Biologie geht. Bei sehr schweren Symptomen können Medikamente zudem Leiden lindern und ein selbstständiges Leben ermöglichen. Insgesamt täte die Gesellschaft aber gut daran, ihren Umgang mit psychischem Leiden einmal grundsätzlich zu überdenken.

Das Subjektive wurde systematisch aus Wissenschaft und Medizin verdrängt. Es ist an der Zeit, diese wichtigen Gebiete für die Subjekte zurückzuerobern.

RAJA-Yoga

Alles ist Geist
Der Königsweg zur Gelassenheit

Der psychologischste aller Yoga-Wege ist Raja-Yoga, auch Yoga der Psyche und der Meditation genannt. Er nimmt vieles von dem vorweg, was heutzutage in der angewandten Psychologie, Verhaltenstherapie, lösungsorientierten Psychotherapie oder auch im Coaching als moderne Methoden gilt. Gerade seine Hinweise zu mehr Gelassenheit sind auch für Menschen, die sonst nichts mit Yoga am Hut haben, leicht nachzuvollziehen und anzuwenden.
Das Sanskrit-Wort RAJA bedeutet KÖNIG und YOGA bedeutet EINHEIT, VEREINIGUNG, HARMONIE.
Raja-Yoga ist also der königliche Weg des Yoga, und zwar in dem Sinne, dass wir lernen, unseren Geist zu beherrschen.
Für mich ist Raja-Yoga der KÖNIGSWEG ZUR GELASSENHEIT.
Da Gelassenheit nicht gleich Gelassenheit ist, sondern je nach Konstitution und Temperament für jeden Menschen durchaus etwas anderes bedeuten kann, gehen wir in unseren Kursen auf die unterschiedlichen Konstitutionen, wie sie aus dem Ayurveda oder der Psychographie bekannt sind, ein.
Denn alles, was wir an Tipps, Übungen und Hinweisen geben, ist natürlich viel wirkungsvoller, wenn es zielgerichtet mit Blick auf die eigenen Anlagen eingesetzt wird. Sonst verschwenden vielleicht Powertypen Zeit und Energie, um stoisch ruhig zu werden. Dabei würden sie ständig gegen die eigene Natur arbeiten, könnten aber diese Energie an anderer Stelle viel sinnvoller einsetzen.
Im Raja-Yoga geht es darum, im Einklang mit dem eigenen Temperament, der eigenen Konstitution, mit dem eigenen Naturell seine ganz individuelle Gelassenheit zu erreichen.
Dieser Yoga der Geisteskontrolle ist kein Yoga-Weg, der euch schnell die vollständige Herrschaft über den Geist geben wird. Das ist ein häufiger Irrtum. Viele Menschen probieren das Jahre oder Jahrzehnte, um festzustellen, dass die Fortschritte gar nicht so groß sind. Raja-Yoga ist stattdessen der geschickte Umgang mit dem Geist, mit der Psyche, mit dem Gemüt, also mit unseren inneren Werkzeugen. Raja-Yoga ist die Koordinierung der eigenen Fähigkeiten.
Ähnlich wie eine Führungspersönlichkeit mit ihren Mitarbeitern umgeht, so lernt der Raja-Yogi, mit seinen inneren Fähigkeiten, welche sich vor allem im Unbewussten verbergen, möglichst geschickt umzugehen und sich selbst, seinen Intellekt, Vernunft und Urteilskraft als Steuerungsinstanz zu etablieren. So kann er seine inneren Anteile aus dem Unterbewusstsein ins bewusste Fühlen und Denken bringen. Das ist die Chance, sich von Identifikationen, dem Ego zu lösen und das eigene Selbst, sein wahres Wesen zu erkennen.
Dabei ist die Psyche mit all ihren Facetten das Königreich, über welches wir weise als Raja, als König, herrschen sollten. Das bedeutet:
Es soll allen im Königreich gut gehen, die Fähigkeiten aller werden koordiniert und sollen weiterentwickelt werden. Außerdem soll sich das Königreich im Ganzen weiterentwickeln und in friedlicher Harmonie mit seinen Nachbarn leben.
Diese vielen Aufgaben kann jedoch kein König allein bewältigen, denn das Reich der Psyche ist groß, sodass wir nicht jederzeit überall die Kontrolle haben können. Wir sind dabei auf die Hilfe unserer inneren Fähigkeiten, unserer einzelnen Anteile, nennen wir sie Minister, angewiesen. Ein wichtiger Unterschied des Königreiches Psyche zu einem realem Königreich ist, dass wir keinem Minister kündigen oder ihn entlassen können. Wir müssen sie alle behalten, mit ihnen leben und umgehen lernen.
Gute und effektive Wege auch mit schwierigen Ministern umzugehen, zeigen wir euch in unseren Kursen. Dabei gilt:
Jeder Minister meint es gut. Leider wird das nicht immer sofort deutlich, weil sich mancher Minister ungeschickt bemerkbar macht.
Die meisten Menschen sind nicht wirklich König in ihrem Reich, sondern Spielbälle des Chaos aus widerstreitenden Gedanken, Zweifeln, Ängsten, Sorgen, Begehren, Ablehnung und Widerständen welche im Inneren herrschen. Raja-Yoga möchte uns lehren, wie wir in diesem Chaos wieder König werden können.
Wie das praktisch funktioniert könnt ihr in unseren Kursen erfahren. Die eigene Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen und nur aus Erfahrung lernt der Mensch nachhaltig.